Clémence Bosselut

Clémence Bosselut
Clémence Bosselut hat seit 20 Jahren zahlreiche große und kleinere Veranstaltungen gestaltet und moderiert, vor allem im Rahmen der transformativen politischen Bildungsarbeit. Als Soziologin und Bildungsreferentin ist für ihre Arbeit die Frage zentral: 'Wie schaffe ich ein Raum, in dem sich wirklich alle möglichst wohl fühlen?'

Ich arbeite an den Schnittstellen von Macht, Kommunikation und gesellschaftlichem Wandel – mit Leidenschaft, Tiefe und einem offenen Blick für das, was Menschen bewegt. Seit über zwanzig Jahren beschäftige ich mich in Bildungs- und Aktivismuskontexten mit Fragen von Gerechtigkeit, Reflexion und Transformation. Dabei geht es mir nicht nur um Wissensvermittlung, sondern, um Räume, in denen neue Perspektiven entstehen, Verbindungen wachsen und Veränderung spürbar wird. Und wo sich alle möglichst wohlfühlen, egal was sie mitbringen.
Als Koordinatorin einer Fortbildungsreihe zum Globalen Lernen begleite ich junge Menschen auf ihrem Weg, globale Zusammenhänge zu verstehen und eigene Handlungsspielräume zu entdecken. Themen wie Klima(un)gerechtigkeit, Flucht, Postwachstum, Konsum, Ernährung, gesellschaftliche Gemeinschaft, nachhaltiger Aktivismus, Geschlechterverhältnisse und Postkolonialismus stehen dabei im Fokus. Immer geht es auch um die Frage: Wie lernen wir miteinander auf Augenhöhe – und wie können wir Machtstrukturen erkennen und verändern, im Kleinen sowie im Großen?
Das Schreiben von Leitfäden ist ein Ausdruck meiner Freude daran, komplexe Themen gemeinsam mit anderen zu durchdringen. In der Zusammenarbeit mit meinen Co-Autor*innen ging es nicht nur um kritische Analyse, sondern auch um die Suche nach praktikablen Ideen und solidarischen Lösungen.
Diese Arbeit bestärkt mich darin, mich als Lernende zu verstehen – mit der Haltung, dass anspruchsvolle Bildung immer auch bedeutet, gemeinsam zu fragen, zu entdecken, zu verlernen und neu zu verstehen.
Diese Perspektive prägt auch meine Workshops für pädagogischen Fachkräfte, zum Beispiel in Kitas: Hier geht es um die machtkritische Analyse von Kinderbüchern, um das Aufdecken und Überwinden von Klischees, Stereotypen und Ausschlüssen, um Ressourcen und Fallstricke des „interkulturelles Lernen“ – mit einem liebevollen Blick auf das, was schon da ist.
Was mich und meine Arbeit trägt, ist die Freude an authentische Begegnungen. Ich brenne für Räume, in denen Menschen einander zuhören, sich irritieren lassen, lachen, Räume zum Nachdenken und neue Wege finden.
Ich denke viel nach über die aktuellen Krisen, über politische Diskurse, über Inklusion und Ausschluss, über Dialoge, die gelingen – und über die, die nicht möglich sind. Über neue Familienmodelle, über Solidarität, über Hoffnung. In meinem Alltag begleiten mich viele dieser Themen weiter: beim Wandern in den Bergen, beim Erforschen von Familiengeschichten, beim Fotografieren, in Gesprächen – zum Beispiel mit meinen drei Kindern. Auch sie sind für mich eine tägliche Erinnerung daran, worum es geht: eine zukunftsfähige, gerechtere, liebevollere und solidarische Welt zu gestalten.
Publikationen (Auswahl):
• „Von Anmeldung bis Auswertung – Ein Leitfaden für Inklusion und Awareness auf Seminaren“, 2024
• Hess, Bosselut, Stecher: „Wege zu einer umfassend inklusiveren Bildungsarbeit – und warum der Satz „Störungen haben Vorrang“ nicht reicht“, Voluntaris, 2023
• „Du, Ich, Wir und diese Strukturen“ – Ein Leitfaden zu Macht und Kommunikation auf entwicklungspolitischen Seminaren – – 2., aktualisierte Auflage (2022) – auch in einfache Sprache und ins Englische übersetzt.

Aktuelle Seminare mit Clémence Bosselut: